In fünf Schritten vom BYOD Schülerprojekt zum 1:1 Tablet Schulkonzept.

 

Smartphones im Unterricht?

Eigentlich verboten – aber trotzdem allgegenwärtig: SMS-Nachrichten werden unter der Bank geschrieben, in WhatsApp wird während der Klassenarbeit über die richtige Lösung diskutiert, ...

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Aber es geht auch anders:

Smartphones und Tablets können den Unterricht aller Fächer bereichern! Vor allem in den Naturwissenschaften sind mobile Endgeräte absolutes Highend-Allround-Messinstrumente. Zahlreiche fest eingebaute Sensoren ermöglichen unzählige Experimente (siehe Literaturliste). Schülerinnen und Schüler des Physik-Leistungskurses des Friedrich-Gymnasiums Freiburg erforschten im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit der Pädagogischen Hochschule Freiburg, wie viel Mathematik und Naturwissenschaft mit Smartphones und Tablets möglich ist. Die über 60 verschiedenen Experimente wurden am 13.05.2015 im Rahmen einer Ausstellung an der PH Freiburg präsentiert, im Anschluss überarbeitet und schließlich auf dieser Homepage veröffentlicht.


Experimente der Ausstellung:

Die folgenden Seiten geben einen Überblick über die von den 16 Schülerinnen und Schüler erarbeiteten Experimente. Die Versuche lassen sich sowohl mit Smartphones als auch mit Tablets durchführen. Die Messungen und Erklärungen sind nicht perfekt, bieten aber vielfältige Ideen und Vorschläge zur Umsetzung im eigenen Unterricht. Viele der Experimente können auch vereinfacht oder erweitert werden - hier ist Ihre Kreativität gefragt.

 

 

Posterbeitrag
Werbeplakat zur Schülerausstellung:
1. Schritt des Medienkonzepts
Übersichtsposter: Vom Schülerprojekt zum Schulkonzept.
Download PDF

 

In fünf Schritten zum mobilen Lernen:

Die Einführung von Smartphones und Tablets in den regulären Unterricht erfolgt am Friedrich-Gymnasium in fünf Schritten. Das sukzessive Vorgehen über mehrere Jahre erlaubt ein langsames Heranführen von SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen zum mobilen Lernen. Gleichzeitig können die technischen Komponenten (WLAN, Dongles, Cloud, MDM-Systeme) schrittweise erprobt, verbessert und an die pädagogische Nutzung im Klassenzimmer angepasst werden.  

  • Schritt 1: Schülerprojekt
    Smartphones im Unterricht? Schüler zeigen was möglich ist! - Mai 2015
  • Schritt 2: Schulversuch
    Smartphones und Tablets (BYOD) im regulären Schulunterricht - Schuljahr 2015/16
  • Schritt 3: Klassenzimmer
    BYOD-Medienausstattung aller Klassenzimmer - September 2016
  • Schritt 4: Lehrer-Tablets
    Tablets mit Tastatur und Stift für den Unterricht (iPad Pro 10,5´´) - Juni 2017
  • Schritt 5: Schüler-Tablets
    1:1 Tablet-Ausstattung einzelner Klassenstufen (iPad 9,7´´)  - November 2017

 

Am 26.09.2016 wurde das Team des Friedrich-Gymnasiums Freiburg für das fünfschrittige Konzept mit dem Deutschen Lehrerpreis 2016 in der Kategorie "Unterricht innovativ" ausgezeichnet.

 

 

 

Weitere Informationen zum Medienkonzept der Schule:

 

1. Technik: WLAN, Cloud, MDM, ...

2. Mobile Endgeräte: Lehrer- und Schüler-Tablets

3. Medienpädagogik: Umgang mit Smartphones und Tablets

4. Methodik: Forschendes Lernen & mobile Endgeräte

5. Öffentlichkeitsarbeit: Medienberichte & Veröffentlichungen

6. Schulungen: Fortbildungen & Vorträge

7. Download: App-Listen & Nutzungsbedingungen

 

 

1. Technik: WLAN, Cloud, MDM, ...

1 a) Technik: WLAN-System

Zum sinnvollen Einsatz von privaten Endgeräten im Unterricht (Download der Apps, Internetrecherche, Übertragung der Messdaten, Zugriff auf Mail & Cloud) führt an einer professionellen WLAN-Infrastruktur kein Weg vorbei.

Um mögliche gesundheitliche Risiken durch die ständige Verfügbarkeit von WLAN-Strahlung bei heranwachsenden Kindern zu vermeiden wurden technische Möglichkeiten gesucht, um die Strahlenbelastung im Schulgebäude so gering wie möglich zu halten: Jedes WLAN-Gerät in den 30 Klassenzimmern wurde mit einem Schalter ausgestattet und darf nur dann im Unterricht aktiv sein, wenn es für den Unterrichtseinsatz erforderlich ist. Zudem wurde die Sendeleistung aller WLAN-Access-Points so weit reduziert, dass eine Strahlung nur im nahen Umkreis des Klassenzimmers vorhanden ist. Bei einem aktiven WLAN-Signal haben nur die Lehrerinnen und Lehrer Zugriff auf das Internet – den Schülern wird der Zugang verweigert. Sollen einzelne Schüler oder die ganze Klasse das Internet nutzen, so muss der Lehrer dies am Computer im Lehrerzimmer oder an seinem Tablet freischalten. In jeder Pause setzt der Schulserver die Freigaben für alle Schüler automatisch wieder zurück. Technisch wird die Freigabefunktion über einen personengebundenen WLAN-Login (WPA-Enterprise) erreicht.

Um Missbrauch und Unklarheiten mit WLAN und BYOD Smartphones zu vermeiden wurden die Dokumente "Regeln zum WLAN Einsatz im Klassenzimmer" und "Regeln zur Smartphone-Nutzung im Unterricht" als Ergänzung zur Schulordnung mit dem Schulleitungsteam erarbeitet. Diese Regeln wurden schließlich in die Nutzungsordnung für das pädagogische Netz (Download) integriert.

Bild Smartphone Bild WLAN
Download: Regeln Smartphones - PDF   Download: Regeln WLAN - PDF

 

 

1 b) Technik: Cloud, E-Mail und digitaler Kalender, ....

Aus Gründen des Datenschutzes dürfen im schulischen Kontext Plattformen wie GMX, WhatsApp, iCloud oder Google-Drive nicht genutzt werden. Eine schulinterne Cloud-Lösung (Nextcolud) zum Austausch von Dateien mit personengebundenen Zugang gehört deshalb zum Standard der Schule. Durch den personengebundenen Login haben die Lernenden über die Cloud weltweit Zugriff auf ihr persönliches Schulserververzeichnis und können Dateien in die Tausch-Verzeichnisse der Klasse legen.

Zur vereinfachten und datenschutzrechtlich unbedenklichen digitalen Kommunikation zwischen Lehrern, Eltern und Schülern wurde auf dem Schulserver die Kommunikationsplattform Kopano installiert. Kopano bietet für den schulischen Alltag zahlreiche Funktionen: Mail-Account, Kalender, Notizen, Erinnerungen, Kontakte, Videokonferenz, Chat und eine Cloudanbindung. Der Zugang zu Kopano erfolgt entweder über ein Webportal, ein Desktop-Programm oder direkt per Synchronisierung mit den iOS oder Android Standard-Apps: E-Mail, Kontakte Kalender, Erinnerungen und Notizen. Neben dem persönlichen Kalender hat jeder Schüler Zugriff auf den Kalender seiner Klasse und der Schule. Funktionen Kopano

Die Einrichtung, der Betrieb und die Wartung des Schulservers (LogoDidact), des WLAN-Systems (Unifi-Pro), der Cloud Lösung (Nextcloud) und der Kommunikationsplattform (Kopano) erfolgt über die Firma SBE.

 

 

1 c) Technik: Übertragung des Smartphone-Bildschirms

Zum drahtlosen Übertragen des Smartphone-Bildschirms an den Beamer im Klassenzimmer (peer to peer) erfolgte der Kauf von HDMI-Dongles (Android & Windows: Microsoft Wireless Display Adpter V2, iOS: AppleTV). Mit einem entsprechenden Halter (z. B. Tabimax 2 oder TabletStage) und dem HDMI-Dongle lässt sich jedes Smartphone bzw. Tablet als drahtlose und mobile Dokumentenkamera im Unterricht einsetzen. Tablets mit Stifteingabe (Digitizer) können im Unterricht als mobiles interaktives Mini-Whiteboard eingesetzt werden. Eine fest installierte Medieneinheit im Klassenzimmer mit Computer, Dokumentenkamera und interaktivem Whiteboard ist somit nicht mehr notwendig. Der Schulträger kann mit der Lehrer-Tablet Lösung im Vergleich zu fest installierten Medieneinheiten in allen Klassenzimmern Geld sparen.

 


1 d) Technik: Medien-Ausstattung der Klassenzimmer

Im September 2016 wurde die Medienausstattung aller 30 Klassenzimmer (bisher meist nur OHP) des Friedrich-Gymnasiums Freiburg zur Nutzung von mobilen Endgeräten aufgerüstet: Jeder Unterrichtsraum erhielt einen fest installierten Beamer, ein WLAN-Access-Point, Apple-TV, Aktivboxen, USB-Ladebuchsen, ein Tablet-Halter sowie ein Anschlussfeld an der Tafel mit HDMI-, LAN-, Audio-Anschluss, Schalter und Steckdosen. Am Anschlussfeld lassen sich z. B. mp3-Player, DVD-Player, Laptops oder HDMI-Dongles mit der medialen Infrastruktur verbinden. Das leistungsreduzierte WLAN-Gerät an der Decke in jedem Klassenzimmer kann über den Schalter am Anschlussfeld zum Unterrichtseinsatz aktiviert werden. Die installierte mediale Infrastruktur der Unterrichtsräume ist mit allen mobilen Endgeräten und Betriebssystemen kompatibel.

Klassenzimmer Tablet Halter FG
Schritt 3: Standardausrüstung aller Klassenzimmer:
WLAN-Access-Point und Apple-TV auf dem Beamer.
Schritt 4: Lehrer-Tablet mit Stift und Tastatur.
Die Tablet-Halter stehen in allen Klassenzimmern.



1 e) Technik: Mobilgeräteverwaltung - MDM

Zur didaktischen Steuerung der Schüler-Tablets (einheitliches Betriebssystem) im Klassenzimmer, zur temporären Verteilung von kostenpflichtigen Apps (VPP), zur erstmaligen Gerätekonfiguration (DEP) und zum Tablet-Managment ist die Einbindung der Lehrer- und Schülergeräte in eine Mobilgeräteverwaltung (Mobile Device Management - MDM) unbedingt zu empfehlen. Wir haben am Anfang auf eine schulinternen MDM-Server-Lösung gesetzt, die jedoch nicht zuverlässig funktioniert hat. Schließlich sind wir zu einer extern gehosteten Profi-MDM-Lösung (Cisco Meraki) übergegangen, die vom Kreismedienzentrum Freiburg für Schulen zur Verfügung gestellt wird. Problematisch an externen MDM-Systemen ist der Datenschutz: Obwohl der MDM-Server in Baden-Württemberg steht verknüpfen wir keine Klarnamen mit den einzelnen mobilen Endgeräten.

 

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2. Mobile Endgeräte: Lehrer- und Schüler-Tablets

2 a) Mobile Endgeräte: Wahl des Betriebssystems

Die Erfahrung aus den Schritten 1-3 zeigte, dass es für die Tablet-Ausstattung von Schülern und Lehrern notwendig ist, dass sich die Personen mit dem Gerät identifizieren und das Tablet sowohl in der Schule als auch zu Hause nutzen. Die größte Identifizierung liegt vor, wenn das Tablet dem Lehrer bzw. Schüler selbst gehört. Die Vielfalt an mobilen Betriebssystemen (Android & iOS) kann die gemeinsame Nutzung von Tablets schnell an pädagogische und technische Grenzen führen. Zur Festlegung eines zukunftsfähigen Tablet-Betriebssystems wurden die folgenden Aspekte ausführlich und teilweise sehr emotional diskutiert: Schulische „Art des Arbeitens“, Anbindung an Mobilgeräteverwaltung, Zuverlässigkeit, App-Auswahl, Updates, Gerätenachfolge, Individualität, Datenschutz und Preis. Nach langen Gesprächsrunden und Produktvergleichen wurde das Betriebssystem iOS von Apple gewählt.

 

2 b) Mobile Endgeräte: Finanzierungsmodelle für Schüler-Tablets

Die Schülerinnen und Schüler sollten am Friedrich-Gymnasium jeweils in der 9. Klasse mit eigenen Tablets ausgestattet werden. Der Unterrichtseinsatz des Tablets sollte dann über vier Schuljahre hinweg bis zum Abitur erfolgen. Beim Kauf von Schüler-Tablets führt an einer Elternfinanzierung nahezu kein Weg vorbei. Diskutiert wurden dazu Modelle wie Leasing, Ratenzahlung oder die 50% Finanzierung durch Sponsoren. Aufgrund der Lehrmittelfreiheit müssen bei jedem Modell für einkommensschwache Familien auch Leih-Tablets angeboten werden. Mit den Erfahrungen des Tablet-Einsatzes in den Klassen 9-12 sollte dann geprüft werden, ob es sinnvoll ist bereits Schüler in Klasse 5 (Nutzung in der Klassenstufe 5-8) mit Tablets auszustatten. Im Jahr 2017 wurde das Friedrich-Gymnasium in den Tablet-Schulversuch des Kultusministeriums Baden-Württemberg aufgenommen, weshalb die ursprünglichen Schüler-Tablet-Pläne verworfen wurden.

2 c) Mobile Endgeräte: Lehrer-Tablets

Für die Zwecke der Unterrichtsvorbereitung zu Hause und dem Einsatz im Unterricht wird allen Leherinnen und Lehrer der Schule ein Tablet (iPad Pro 10,5´´ mit Stift und Tastatur) zur Verfügung gestellt. Die Lehrer-Tablets sind zu 100% durch die Schule finanziert. Mit der Tablet-Leihgabe verpflichten sich die Lehrerinnen und Lehrer Erfahrungsberichte zu verfassen und die Verantwortung bei Beschädigung oder Diebstahl der Geräte zu übernehmen. Diese und weitere Bedingungen der Lehrer-Tablet-Leihgabe wurden in einem privatrechtlichen Tablet-Leihvertrag (Download PDF) festgehalten.

Inzwischen gibt es zum Thema Lehrer-Tablets Rechtsgutachten aus NRW: "Gelingt es dem Schulträger allerdings nicht für die Lehrkräfte ausreichende digital ausgestattete Arbeitsplätze im Schulgebäude [...] zur Verfügung zu stellen, so sind portable Arbeitsgeräte die wohl beste Option, um der Verpflichtung nach § 79 SchulG NRW zu genügen. Stellt der Schulträger hingegen weder angemessene (Büro-)Arbeitsplätze mit Computern innerhalb der Schule noch eine IT-Ausstattung, die auch zu Hause genutzt werden kann, bereit, handelt er rechtswidrig." (Quelle: Landtag NRW, Information 17/135, Seite 23 - Download PDF).

 

Lehrer Tablet

2 d) Mobile Endgeräte: Schüler-Tablets

Im Rahmen des Tablets-Schulversuchs des Kultusministeriums Baden-Württemberg werden alle Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe zwei Jahre nacheinander mit 1:1 Tablets (iPad mit Tastatur und Schutzhülle) ausgestattet. Die Kosten der Tablets werden dabei zu 100% vom Schulträger und dem Kultusministerium übernommen. Zur Leihgabe der Schüler-Tablets wurde als Ergänzung der IT-Nutzungsbedingung (Download PDF) eine zusätzliche Schüler-Tablet-Nutzungsbedingung (Download PDF) erarbeitet. Alle Tablets wurden durch den Schulträger über die Eltektronikversicherung der BGV gegen Beschädigung und Diebstahl versichert.

Die Ausgabe der Schüler-Tablets erfolgt aus pädagogischen Gründen immer erst zu Beginn des zweiten Halbjahres der 7. Klassenstufe nach einem strukturiertem Zeitplan (Download PDF). Die Einführungsphase ist auf eine Zeitdauer von einem Jahr angelegt.

Der Tablet-Schulversuch wird vom Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung der Universität Tübingen wissenschaftlich begleitet. Bei der Evaluation soll untersucht werden, ob und unter welchen Voraussetzungen digitale Endgeräte Lernprozesse fördern können.

Schüler Tablet

 

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3. Medienpädagogik: Umgang mit Smartphones und Tablets

Damit die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen zum verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Medien erwerben, wurden am Friedrich-Gymnasium Freiburg in enger Zusammenarbeit mit der FG-Schulsozialarbeiterin Frau Stefanie Dehner verschiedene medienpädagogische Maßnahmen erarbeitet:

  • In den Klassen der Unterstufe werden durch Frau Dehner regelmäßig Stunden mit medienpräventiven Inhalten (z.B. Cybermobbing-Prävention) durchgeführt.
  • In Kooperation mit dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg erfolgt seit zwei Jahren die Ausbildung von Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassenstufe zu Medienmentorinnen- und mentoren. Die ausgebildeten Schülerinnen und Schüler bieten im Sinne eines "Peer-to-Peer"-Ansatzes Workshops in verschiedenen Klassen z. B. zum Umgang mit sozialen Medien an.
  • Für die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule wurde eine eigene Handreichung mit dem Titel „Medienbildung in Schule und Elternhaus“ (Download PDF) erarbeitet.
  • Einmal im Schuljahr gibt es einen speziellen Elternabend zu medienrelevanten Themen mit externen Referenten.
Handreichung Medienumgang FG

Aufgrund der zahlreichen Maßnahmen zum kompetenten und verantwortungsvollen Umgang mit Medien entschied sich die Schule ganz bewusst dazu den Tablet-Klassen ständigen WLAN-Zugriff zu gewähren. Viele Schüler konnten damit sehr gut umgehen.

Problematisch wurde das ganze jedoch in einer disziplinarisch herausfordernden Klasse, die zum größten Teil aus Jungen besteht: Während der meist offenen und projektartigen digitalen Tablet-Arbeitsaufträge in verschiedenen Räumen haben sich viele Schüler an ihrem Tablet wiederholt durch online-Spiele ablenken lassen. Das vom Lehrer erwünschte Arbeitsergebnis wurde dabei nur selten erreicht. Die während des Unterrichts eingesetzte Bildschirm-Kontrolle aller Schüler-Tablets durch den Lehrer wurde von einigen Schülern durch einen technischen Kniff gekonnt umgangen. Der problematischen Klasse wurde daraufhin der ständige WLAN-Zugang entzogen. Bis eine Besserung bzw. Einsicht Eintritt müssen die Schüler auch in den Ferien ihre Tablets abgeben.

Damit das Tablet in Schülerhand als echter Lerngegenstand wahrgenommen wird sollten die möglichen Freiheiten (WLAN-Zugang, Restriktionen, Installation von Apps, …) auf die Medienmündigkeit und die pädagogische Situation der jeweiligen Klasse angepasst werden.

 

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4. Methodik: Forschendes Lernen & mobile Endgeräte

Forschendes Lernen ist ein Lernkonzept, bei dem sich Schülerinnen und Schüler durch eine aktive und kreative Auseinandersetzung mit offenen naturwissenschaftlichen Fragestellungen selbstständig Wissen erarbeiten und dabei wichtige Kompetenzen erwerben. Die Schüler sollen dabei den Weg der naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung vollständig und möglichst selbstständig durchlaufen.

Aufgrund verschiedener Smartphone-Modelle, Betriebssysteme und Apps können zu Versuchen aus dem MINT-Unterricht mit mobilen Endgeräten keine experimentellen "Kochrezepte" vorgegeben werden. Die Formulierung der Smartphone-Aufgabenstellung sollte daher möglichst offen und forschend erfolgen: Schülerinnen und Schüler stellen eigene Fragen, formulieren Hypothesen, planen Versuche mit Smartphones, führen diese durch, finden Erklärungen und kommunizieren die Ergebnisse. Ein solch forschender Arbeitsauftrag kann mit dem Smartphones nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch im Alltag der Schülerinnen und Schüler und zu Hause durchgeführt werden.

Kreislauf forschendes Lernen

Möglicher Kreislauf der naturwissenschaftlichen Arbeitsweise
als Orientierung beim forschenden Lernen.

 

Bei Schülerinnen und Schüler erzeugt das Konzept des forschenden Lernens aufgrund des hohen Grades an Handlungsorientierung und Selbstbestimmung eine hohe Motivation. In Konsequenz haben Lehrer bei einem solchen Unterricht nicht mehr die Aufgabe nur Wissen zu vermitteln, sondern die Schüler zu motivieren und als kooperativer Lernberater zu unterstützen. Die Verbindung von forschendem Lernen und dem Einsatz von Smartphones ist somit eine ideale Kombination für den Unterricht - nicht nur für Projekte, sondern auch für kleinere Unterrichtssequenzen.

Tabelle forschendes LernenTabelle: Schrittweise Öffnung des Physikunterrichts hin zum forschenden Lernen.

 

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5. Öffentlichkeitsarbeit: Medienberichte & Veröffentlichungen

 

 

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6. Schulungen: Fortbildungen & Vorträge

  • 2015:

    • Fortbildung des EU Projekts mascil:
      Funktionale Zusammenhänge aufs Smartphone gebracht
      17.06.2015, Freiburg
    • Fortbildung des EU Projekts Sails:
      Workshop: Differenzieren, forschendes Lernen und Smartphone-Einsatz im Physikunterricht
      16.07.2015, Hannover
    • Fortbildungen des Regierungspräsidiums Freiburg:
      Workshop: Smartphones im Mathematik- und Physikunterricht? Bitte einschalten!
      Termin 1: 14.10.2015, Freiburg
      Termin 2: 21.10.2015, Waldshut-Tiengen
      Termin 3: 11.11.2015, Donaueschingen
      Termin 4: 18.11.2015, Offenburg
    • Schulinterne Fortbildung:
      Workshop: Smartphones im Unterricht? Bitte einschalten!
      09.11.2015, Wilhelmsdorf

    2016:

    • Tagung zu digitalen Medien im Unterricht der Joachim Herz Stiftung:
      Workshop: Smartphones im Unterricht? Schüler zeigen was möglich ist!
      15.01.2016, Hamburg
    • Vorträge zum Schülerprojekt auf der Didacta 2016, Köln:
      Forum der Firma Phywe, Halle 9, Stand B-054
      19.02.2016, Köln
    • Fortbildung des EU Projekts mascil:
      Differenzierung durch forschendes Lernen mit Smartphone-Einsatz
      16. März 2016 und 08. Juni 2016, Freiburg
    • Fortbildung der Raabe-Akademie:
      Tüfteln, forschen, staunen? Mit Smartphones und Tablets Schüler für Physik & Mathematik begeistern!
      Termin 1: 11.05.2016, 08:30-13:00 Uhr, Mannheim
      Termin 2: 09.09.2016, 14:00-18:00 Uhr, Hannover
    • Fortbildung der Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken:
      Smartphones und Tablets im Mathematik- und Physikunterricht? Bitte einschalten!
      22.10.2016, Heilbronn
    • Workshop beim Lehrerkongress #excitingEDU:
      Deutscher Lehrerpreis 2016: In fünf Schritten zum mobilen Lernen
      19.11.2016, Berlin

  • 2017:

    • MINT digital Lehrertagung der Joachim Herz Stiftung
      Workshop: MINT mit Smartphones und Tablets - vom Schülerprojekt zum Schulkonzept
      25.03.2017, Hamburg
    • Forum Freiburger Schulen der Zukunft, Amt für Schule und Bildung, Stadt Freiburg
      Vortrag zum Thema: Tablet, Smartphone und Co. - Neue Medien im Unterricht
      11.05.2017, Freiburg
    • Didaktisches Seminar, Mathematisches Institut, Universität Freiburg
      Vortrag: Deutscher Lehrerpreis 2016: Smartphone-Schulkonzept im Mathematikunterricht
      20.06.2017, Freiburg
    • Workshop bei der Fachtagung „Lernen von den Anderen: Digitalisierung – Schule – Werte“, 
      Bayerischer Philologenverband,
      28.06.2017, Nürnberg
    • Vortrag beim Forum Mathematikunterricht, Didaktik der Mathematik, Universität Frankfurt
      Smartphones raus, Mathestunde! Mit mobilen Endgeräten und forschendem Lernen Schüler begeistern.
      25.10.2017, Frankfurt
    • Vortrag beim Zentrum für Lehrerbildung, Universität Karlsruhe
      MINT²KA-Kolloquium - Smartphones und Tablets im MINT-Unterricht? Bitte einschalten!
      16.11.2017, Karlsruhe
    • Vortrag bei der Tagung "Digitale Bildung",
      B Braun Melsungen AG & Klett-MINT-Verlag,
      18.11.2017, Melsungen

     2018:

     2019:

 

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7. Download: App-Listen & Nutzungsbedingungen

 

 
 
 

 
Schule:

Friedrich-Gymnasium Freiburg
Jacobistr. 22
79104 Freiburg
http://www.fg-freiburg.de

 

Schulleitung:

Herr Dr. Stefan Gönnheimer
Frau Jutta Winnes-Goller

 

IT-Administratoren:

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Autor der Projekthomepage:

Dr. Patrick Bronner

 

Bilder auf der Projekthomepage:

Projekt Mascil der PH Freiburg, Dr. Patrick Bronner

 

Prüfung der Projekthomepage:

Die Texte auf den Projektseiten wurden im Jahr 2017 auf intertextuelle Fehler geprüft (freiwillige Plagiatskontrolle).